ZOLLER | Z.magazin 2019
61 Z.magazin 2019 AU TOMAT I S I ERUNG Jede Entnahme und jede Buchung ist von jedem Arbeitsplatz aus nachvollziehbar, und von jedem Werkzeug ist der aktuelle Aufenthaltsort bekannt. Die integrierte Werkzeugidentifikation sorgt in Verbin dung mit einer Leseeinheit für die Verifi- zierung des gewählten Werkzeugs. Damit werden die zugehörigen Werkzeugdaten aus der Datenbank z.One abgerufen. Bereits heute kann »cora« als statisches System ein Einstell- und Messgerät bedienen. Die Werkzeuge werden in einem Rack oder Werkzeugwagen bereitgestellt. »cora« entnimmt jeweils ein Werkzeug und identifiziert es mithilfe des RFID- Chips. Dann setzt sie es in das Einstell- und Messgerät ein. Durch die Vernetzung sind die Werkzeugdaten bereits geladen, und der Messablauf ist hinterlegt. Der Messablauf startet automatisch. Anschließend entnimmt »cora« das vermessene Werkzeug und setzt es in den Werkzeugwagen oder zurück in das Rack. Die Werkzeugdaten sind in der Datenbank gespeichert und stehen für Folgeprozesse zur Verfügung. Wenn die vermessenen Werkzeuge in die Maschine eingesetzt werden, wird das Werkzeug wiederum per RFID-Chip identifiziert, und die Werkzeugdaten können von der Ma- schinensteuerung eingelesen werden. In einem weiteren Evolutionsschritt soll »cora« die Werkzeuge nicht nur greifen, einsetzen, entnehmen und transportieren, sondern auch noch richten. Einschraub- stationen und weitere Hilfsmittel an der Werkbank legen den Grundstein dafür, auch diese Aufgaben an den Roboter übertragen zu können. Das Einschrumpfen von Werkzeugen ist ein Prozess, der bereits heute vollautoma tisch mithilfe des Roboters erfolgen kann. Vernetzt: Dank Verbindung zur Datenbank z.One und zu den TMS Tool Management Solutions kann »cora« selbstständig Werkzeuge lagern und bereitstellen. DIE KOLLABORATIVE ROBOTER-ASSISTENZ »CORA« Auch wenn insbesondere die Mobilität von »cora«, der kollaborativen Roboter Assistenz, noch Zukunftsmusik ist, so sind die technischen Voraussetzungen für das beschriebene Szenario bereits heute gegeben. Ziel ist es – auch hinsicht- lich des bereits herrschenden Fachkräfte- mangels –, Standardaufgaben an Robo- ter zu übertragen, die diese neben dem Menschen in der Fertigung erledigen. Durch entsprechende Toolmanagement- Software wie die ZOLLER TMS Tool Manage- ment Solutions in Verbindung mit den Smart-Cabinet-Lagersystemen kann schon heute jedem Werkzeug ein fester Platz zugeordnet werden. So kann der Roboter – aber auch der Mensch – diesen Platz gezielt ansteuern und das Werk- zeug oder die Komponente entnehmen.
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