ZOLLER | Z.magazin 2019

62 Z.magazin 2019 IM FOKUS Vollautomatisiert einstellen und messen: »roboSet« garantiert konstante Werkzeug­ parameter und damit eine hohe Planbarkeit in der Fertigung. Angedockt: Sobald der Werkzeugwagen an der Andockstation angekommen ist, wird er von »roboSet« beladen. WERKZEUGE AUTOMATISCH EXAKT AUF LÄNGE EINSCHRUMPFEN Ausgerechnet ein besonders komplexer Prozess lässt sich besonders gut auto- matisieren: das Ein- und Ausschrumpfen von Werkzeugen. Die CNC-gesteuerten Achsen der Einstell-, Mess- und Schrumpflösung »redomatic« machen diese An­ wendung möglich. In einer Übergabestation werden die Komplettwerkzeuge oder auch die Einzelkomponenten angeliefert. Der Roboter greift das Komplettwerkzeug und identifiziert es anhand eines auf­ gebrachten Codes oder mithilfe eines integrierten RFID-Chips. Die Werkzeug- daten werden von der Datenbank ab­ gerufen und stehen dem System zur Ver- fügung. Der Roboter setzt das Werkzeug in die Ausschrumpfstation ein. Das Spannen des Werkzeugs, das Einstellen der Induktionsspule und das Absenken der Spule erfolgen völlig automatisch auf der Grundlage der eingelesenen Werkzeugdaten. Nun muss der Roboter nach dem Erhitzen nur noch das Werk- zeug entnehmen, dann wird auch der Werkzeughalter freigegeben. Der Prozess des Einschrumpfens ist zwar komplexer, kann aber ebenfalls automatisch erfolgen. Der Roboter wählt einen Werkzeughalter aus und setzt ihn in die Spindel des »redomatic« ein, wo er gespannt wird. Mithilfe des in den Werkzeughalter eingesetzten Einstell- adapters »masterPiece« wird die Werk­ zeughöhe vermessen und ein Anschlag- Pin auf Sollhöhe gefahren. Nach dem induktiven Erhitzen führt der Roboter das Werkzeug in den Werkzeughalter ein. Es fällt bis auf den Anschlag-Pin. Nach dem Abkühlen hat das Werkzeug dann exakt die richtige Länge. Solche offenen Lösungen sind norma- lerweise Bestandteil eines komplexen Produktionsablaufs, in dem einzelne Schritte ineinandergreifen. Sie zeichnen sich durch viele Schnittstellen und

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