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Z|magazin 01.2015
Das Ziel: Produktivitätssteigerung
Die Anforderung war „in der Qualitätssicherung schneller zu
messen, um unsere Produktivität zu erhöhen und alle Pa-
rameter gemäß DIN 3968 zu protokollieren und damit dem
Kunden Sicherheit zu geben“, so Küpper. Die Antwort auf
diese Wünsche war eine ZOLLER Spezialentwicklung von
Messgerät und Messprogramm-Software. Das daraus ent-
standene Gerät, das seit 2012 im Einsatz ist, wurde auf
Basis des ZOLLER »hobCheck« konstruiert. Ausgestattet
ist es mit hochauflösenden Kameras für Durchlicht- und
für radiale Auflichtmessung sowie 3D-Fokussierung. Der
schwenkbare, CNC-gesteuerte Optikträger sichert die Kom-
plettvermessung der steigungsbehafteten Werkzeuge.
Durch das Schwenken des Optikträgers ist die Aufnahme
der tatsächlichen Wirkkontur und damit eines verzerrungs-
freien Abbilds von spiralisierten Schneiden in Bezug auf das
Zahnprofil möglich. Da der Fokus auf großen, komplizierten
Werkzeugen, Kurbelwellen und Verzahnungsfräsern bis
250 kg Gewicht liegt, ist das Messgerät mit einer speziellen
Traglastspindel ausgestattet.
Einfach und schnell:
Dokumentation nach DIN 3968
Für die einfache Dokumentation wurde ein
umfassendes Messprogramm entwickelt. Mit
diesem werden zylindrische, wendeplattenbe-
stückte Wälzfräser oder Zahnformfräser nach
der DIN 3968 vermessen und ausgewertet. Die
Daten können anschließend in einer übersicht-
lichen Dokumentation zusammengefasst und
an den Kunden gegeben werden. Bestimmt
werden unter anderem Parameter wie Rund-/
Vier CNC-Achsen, Software und Bildverarbeitung von ZOLLER
sorgen für vollautomatische und berührungslose Messabläufe.
Planlauf der Prüfbunde, Formabweichung, Zahndicke und
Spannutenrichtung. Durch die Angabe der vorgegebenen
Qualitätsklasse erfolgen automatisch die Tolerierung der
einzelnen Parameter sowie die Einstufung der erreich-
ten Qualitätsklasse. „Es können auch einzelne Schneiden
punktuell gemessen und ins Protokoll eingearbeitet wer-
den – dies spart enorm viel Zeit, da Messabläufe für das ge-
samte Werkzeug oft mehrere Stunden beanspruchen. Dank
dieser Nachmessfunktion kann ich gezielt nachmessen
und das Protokoll aktualisieren, ohne jedes Mal von vorne
anfangen zu müssen“, so Thomas Jäger, Messtechniker bei
SANDVIK Tooling Supply Schmalkalden.
Mehr Tempo durch punktuelles Messen einzelner
Schneiden
Um SANDVIK Coromant diese Vorteile zu ermöglichen, hat
ZOLLER alle Hebel in Bewegung gesetzt. Christian Pfau, Lei-
ter Forschung und Entwicklung bei ZOLLER dazu: „Wir haben
unter großem Zeitdruck entwickelt und teilweise Neuland
betreten. Hier war Ideenreichtum und Ehrgeiz gefragt und
dank der sehr engen und guten Zusammenarbeit mit SAND-
VIK Coromant haben wir super Ergebnisse vorzuweisen.“
Vermessung vom Werkzeugschaft Capto
Der von SANDVIK Coromant entwickelte Werkzeugschaft hat sich zu einem
bedeutenden Standard in der Metallzerspanung entwickelt. Inzwischen hat
sich der Markt geöffnet, so dass auch andere Hersteller diese Schnittstel-
le produzieren können. Damit die Qualität von Capto Werkzeugschäften
gewährleistet werden kann, hat ZOLLER sein Messtechnik-Programm um die
vollautomatische und berührungslose Messmöglichkeit Capto ergänzt. Über
das Messprogramm Capto Fored mit fotorealem Eingabedialog wird der Werk-
zeugschaft Capto in zwei Ebenen über je 360° aufgezeichnet, vollautoma-
tisch zur Plananlage ausgerichtet und anschließend mit der Funktion »lasso«
einem Soll-Ist-Vergleich mit Toleranzband unterzogen.




