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Z|magazin 01.2015

S

chon bei der Herstellung

werden die Weichen für ein

erfolgreiches ‚Werkzeug-Berufsleben’ gestellt: In-

dem alle wichtigen Para­

meter gemessen und in

einer Dokumentation nach

DIN für das Fertigungs­

unternehmen, quasi den

späteren ‚Arbeitgeber’ des Werkzeugs, bereit­

gestellt werden. Mit der richtigen Kombination

aus Prüf- und Messgerät plus Software klappt

das auch bei komplexen Werkzeugen einfach

und schnell (Beispiel Zahnformfräsen, siehe S.

38). Diese Dokumentation ist das ‚Zeugnis’ des

Werkzeugs, das seine Qualität garantiert. Wich-

tig für die Fertigungsunternehmen ist es, dass

der Werkzeughersteller relevante Daten auch in

elektronischer Form bereitstellt. So entfällt nach

dem Werkzeugkauf die aufwändige manuelle

Eingabe: Die Daten werden einfach aus der Cloud

oder vom USB-Stick heruntergeladen.

Prozesssicherheit von Anfang an

Kommt das Werkzeug im Fertigungsunterneh-

men an, darf es nicht sofort an die Arbeit gehen,

sondern durchläuft zunächst die Warenein-

gangskontrolle. Dabei werden anhand der Anga-

ben des Werkzeugherstellers die Ist-Daten mit

den Soll-Daten verglichen. Fällt das Werkzeug

durch diesen Test, kann es sofort reklamiert

oder korrigiert werden – böse und vor allem teu-

re Überraschungen später sind von vornherein

ausgeschlossen, Prozesssicherheit von Anfang

an gewährleistet. Wenn alle Maße stimmen, wird

das Werkzeug zum offiziellen ‚Mitarbeiter’ in der

Fertigung.

Alle Werkzeugdaten im Blick – mit

einer einzigen Datenbank

In der Datenbank werden die gemessenen Da-

ten gespeichert und mit den virtuellen Daten

verknüpft. Durch entsprechende Schnittstellen

haben die verschiedenen Abteilungen im Unter-

nehmen alle Daten immer in Echtzeit parat, Lauf-

karten oder Mappen gehören der Vergangenheit

an. Und auch verstecken kann sich das Werk-

zeug nicht mehr – da alle Informationen in einer

einzigen Datenbank hinterlegt sind, hat man den

Werkzeugumlauf beziehungsweise den Lagerort

immer im Blick.

Instandsetzung

Zwischendurch wird das

Werkzeug nachgeschliffen.

Werkzeughersteller

Prüft das Werkzeug vorm

Warenausgang und stellt

eine Dokumentation nach

DIN bereit.

Einkauf

Das Werkzeug macht

sich auf den Weg ins

Fertigungsunternehmen.

Fertigungsunternehmen

Das Werkzeug wird bei einer

Wareneingangskontrolle

überprüft.

Fertigung

Wenn das Werkzeug bei

der Simulation ein „Go“

bekommt, kann es in der

Fertigung durchstarten.

Entsorgung

Ist das Werkzeug zu sehr

abgenutzt, wird es entsorgt.