16
Z|magazin 01.2015
S
chon bei der Herstellung
werden die Weichen für ein
erfolgreiches ‚Werkzeug-Berufsleben’ gestellt: In-
dem alle wichtigen Para
meter gemessen und in
einer Dokumentation nach
DIN für das Fertigungs
unternehmen, quasi den
späteren ‚Arbeitgeber’ des Werkzeugs, bereit
gestellt werden. Mit der richtigen Kombination
aus Prüf- und Messgerät plus Software klappt
das auch bei komplexen Werkzeugen einfach
und schnell (Beispiel Zahnformfräsen, siehe S.
38). Diese Dokumentation ist das ‚Zeugnis’ des
Werkzeugs, das seine Qualität garantiert. Wich-
tig für die Fertigungsunternehmen ist es, dass
der Werkzeughersteller relevante Daten auch in
elektronischer Form bereitstellt. So entfällt nach
dem Werkzeugkauf die aufwändige manuelle
Eingabe: Die Daten werden einfach aus der Cloud
oder vom USB-Stick heruntergeladen.
Prozesssicherheit von Anfang an
Kommt das Werkzeug im Fertigungsunterneh-
men an, darf es nicht sofort an die Arbeit gehen,
sondern durchläuft zunächst die Warenein-
gangskontrolle. Dabei werden anhand der Anga-
ben des Werkzeugherstellers die Ist-Daten mit
den Soll-Daten verglichen. Fällt das Werkzeug
durch diesen Test, kann es sofort reklamiert
oder korrigiert werden – böse und vor allem teu-
re Überraschungen später sind von vornherein
ausgeschlossen, Prozesssicherheit von Anfang
an gewährleistet. Wenn alle Maße stimmen, wird
das Werkzeug zum offiziellen ‚Mitarbeiter’ in der
Fertigung.
Alle Werkzeugdaten im Blick – mit
einer einzigen Datenbank
In der Datenbank werden die gemessenen Da-
ten gespeichert und mit den virtuellen Daten
verknüpft. Durch entsprechende Schnittstellen
haben die verschiedenen Abteilungen im Unter-
nehmen alle Daten immer in Echtzeit parat, Lauf-
karten oder Mappen gehören der Vergangenheit
an. Und auch verstecken kann sich das Werk-
zeug nicht mehr – da alle Informationen in einer
einzigen Datenbank hinterlegt sind, hat man den
Werkzeugumlauf beziehungsweise den Lagerort
immer im Blick.
Instandsetzung
Zwischendurch wird das
Werkzeug nachgeschliffen.
Werkzeughersteller
Prüft das Werkzeug vorm
Warenausgang und stellt
eine Dokumentation nach
DIN bereit.
Einkauf
Das Werkzeug macht
sich auf den Weg ins
Fertigungsunternehmen.
Fertigungsunternehmen
Das Werkzeug wird bei einer
Wareneingangskontrolle
überprüft.
Fertigung
Wenn das Werkzeug bei
der Simulation ein „Go“
bekommt, kann es in der
Fertigung durchstarten.
Entsorgung
Ist das Werkzeug zu sehr
abgenutzt, wird es entsorgt.




