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Z|magazin 01.2015

Werkzeugdaten überall im Griff: Mit der ZOLLER App

können Sie mit Ihrem Smartphone oder Tablet von

überall auf die Informationen zugreifen.

len Daten zu simulieren. Erst wenn so

kollisionsfreies Arbeiten sichergestellt

ist, darf das Werkzeug endlich an der

CNC-Maschine durchstarten.

Maximale Kontrolle, minimaler

Aufwand

Das bedeutet aber nicht das Ende der

Kontrolle. Denn auch im ‚Arbeitsalltag’

ist das Werkzeug unter ständiger Auf-

sicht – ganz einfach mit einer über-

greifenden Datenbank und unkom-

pliziert bedienbaren Maschinen. Zum

Beispiel wird die Standzeit des Werk-

zeugs überwacht und die Fertigungs-

mitarbeiter rechtzeitig vorgewarnt,

wenn ein Ersatzwerkzeug zu richten

ist. Maschinenstillstände werden so

auf ein Minimum reduziert. Das Werk-

zeug kommt anschließend zum Nach­

schleifen – meist außer Haus – und

von dort zurück in die Fertigung. Hier

erwartet es wieder die Eingangskon-

trolle, und der Kreislauf beginnt von

Neuem – das ganze ‚Werkzeug-Berufs­

leben‘ lang. Und wenn das Werkzeug

dann irgendwann ausgedient hat,

wird es nicht nur aus dem Bestand ge-

löscht, sondern auch automatisch ein

neuer Bestellvorgang ausgelöst, um

die freigewordene Stelle nahtlos zu

besetzen. So ist Datendurchgängig-

keit von der Cloud bis zur Maschine,

die Verknüpfung virtueller und realer

Werkzeugdaten über die komplette

Prozesskette und den gesamten Le­

benszyklus gewährleistet.

Werkzeug unter Kontrolle, Kosten

reduziert, Effizienz gesteigert

Eins wird anhand der Betrachtung ei-

nes solchen exemplarischen Werk­

zeug-Lebenszyklus deutlich: Mit präzi-

se vermessenen und gut organisierten

Werkzeugen spart man Zeit und Geld,

indem Fehler und unnötige Arbeit ver-

mieden werden. Denn doppelte Daten-

haltung ist Vergangenheit, genauso

wie aufwändiges Eintippen per Hand

und ewige Werkzeugsuche bzw. verse-

hentliche Mehrfach-Käufe. Alle Daten

sind nachweisbar und können jederzeit

über Prüfprotokolle an die Kunden aus-

gegeben werden. Durch die μm-genau

vermessenen und eingestellten Werk-

zeuge wird eine gleichbleibend hohe

Fertigungsqualität garantiert und Ma-

schinencrashs und -stillstandzeiten

minimiert. Es kann also schneller, flexi-

bler und dazu fehlerfrei produziert wer-

den – bei reduzierten Werkzeugkosten.

Wenn man davon ausgeht, dass in mo-

dernen Fertigungsunternehmen hun-

derte Werkzeuge im Einsatz sind, wird

klar, welch enormes Potenzial sich hier

versteckt.

Abläufe im Griff – garantiert

kollisionsfrei

Wird das Werkzeug dann in der Ferti­

gung benötigt, wird es um weite-

re Komponenten ergänzt. Das fer-

tig montierte Komplettwerkzeug ist

sozusagen das ‚Projekt-Team’ für den

jeweiligen Auftrag. Und da ein Team

immer mehr ist als die Summe seiner

Teile, muss das Komplettwerkzeug

zuerst an ein Einstell- und Messgerät,

um es μm-genau zu vermessen und

für dieAufgabeanderMaschineeinzu­

stellen. Um Maschinencrashs 100%

auszuschließen, wird am besten noch

ein ‚Crashtest’ durchgeführt, wofür

es verschiedene Möglichkeiten gibt:

z. B. kann die gescannte Kontur des

Werkzeugs über Schnittstellen di-

rekt an das CAM-System übermittelt

werden, um die Bearbeitung mit rea-