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Dieses intelligente Werkzeugsystem soll

den kompletten Werkzeugkreislauf opti­

mieren, von der Beschaffung über das

Lagerwesen, die Montage und die Ferti­

gung bis hin zur Entsorgung. Eine solche

Optimierung birgt immenses Sparpo­

tenzial, denn der Organisationsaufwand

durch die größere Werkzeugvielfalt und

den häufigeren Werkzeugwechsel ver­

schlingt teilweise ein Viertel der Ferti­

gungskosten. Bereits durch eine zentrale

Datenbank wie z.One wird der Werk­

zeugkreislauf wesentlich effizienter. In

Ergänzung mit SmartTool werden zusätz­

lich Informationslücken geschlossen.

Zum Beispiel, wo sich das Werkzeug

befindet, wenn es nicht an seinem Platz

im Lager bzw. an einem Einstell- und

Messgerät oder der Bearbeitungsma­

schine ist. Denn beim SmartTool werden

UHF-Tags

**

zur Identifizierung einge­

setzt, die, anders als die zurzeit im

FORSCHUNG FÜR DIE LÖSUNGEN

VON MORGEN

SmartTool:

Bei SmartTool handelt es sich

um ein vom Bundesministerium für For­

schung und Bildung gefördertes Projekt,

bei dem Unternehmen wie Heidelberger

Druckmaschinen, Siemens, Gühring und

ZOLLER zusammen mit dem Institut für

Produktionsmanagement, Technologie

und Werkzeugmaschinen der Techni­

schen Universität Darmstadt zusam­

menarbeiten. Im Projektportrait heißt

es: „Ziel des Projekts SmartTool ist es,ein CPS zu entwickeln, das aus einem

intelligenten Werkzeugsystem und des­

sen Interaktionspartnern im Werkzeug-

kreislauf, wie der Bearbeitungsmaschine

oder dem Werkzeugmessgerät, besteht.

Das intelligente Werkzeugsystem ist da­

bei die Kerninnovation des Projekts.“

*

Einsatz befindlichen HF-Tags

**

, auch

über weitere Entfernungen registriert

werden. Damit kann auch der Standort ei­

nes Werkzeugs auf dem Werkzeugwagen

nachverfolgt werden – unnötiges Suchen

entfällt, Transportwege lassen sich ver­

kürzen. Das ist aber nicht der einzige Vor­

teil von SmartTool. Denn die neue Senso­

rengeneration ermittelt auch, was mit

dem Werkzeug auf der Maschine ge­

schieht. Die gesammelten Daten lassen

durch spätere Analysen Optimierungs-

Rückschlüsse zu und unterstützen auto­

matisierte Entscheidungen, zum Beispiel

für eine optimale Bestellstrategie.

* siehe Bundesministerium für Bildung und

Forschung (Hrsg.): „Industrie 4.0. Innovationen

für die Produktion von morgen“, S. 38 f.

** UHF(Ultra-High-Frequency)- und HF(High-

Frequency)-Tags sind RFID-Transponder (Radio-Frequency Identification) zum berührungslosen

Identifizieren und Lokalisieren von Objekten.

SmartTool: Lückenlose Informationen zum Werkzeug per UHF-Tag.

Z.magazin 2016

T I TELTHEMA