mehr als ein Drittel reduziert worden. Auch die Bildung
von Einzelkomponenten- und Standardwerkzeug-Pools
sowie die Umstellung auf einen Werkzeughersteller mit
optimalem Support steigern die Bearbeitungseffizienz.
Fazit: Notwendiger Schritt zur digitalen Prozesskette
Die Tragweite des Projekts wurde erst im Verlauf deut-
lich. Die Einführung des ZOLLER-Toolmanagements
bedeutete für den Versuchsteileservice bei STIHL den
richtigen Schritt in eine zukunftsausgerichtete, digitale
Prozesskette. „Die Werkzeuge sind jetzt gut und über-
schaubar organisiert. Der Suchaufwand wurde deutlich
reduziert, was eine enorme Effizienzsteigerung und
eine hohe Fehlerreduzierung bedeutet“, beschreibt
Patrick Pfeffer den Nutzen.
Für die STIHL-Mitarbeiter stellt das Toolmanagement-
System die „Kommunikationsebene“, den Werkzeug-
daten-Informationspool, dar. „ZOLLER-TMS bietet eine
Oberfläche, die individuell konfigurierbar ist, so dass
alle damit arbeiten können“, fasst Patrick Pfeffer zu-
sammen. Alle an der Prozesskette beteiligten Mitarbei-
ter kommunizieren heute über die zentrale Datenbank.
Dazu kommt: „Durch die Bündelung des kompletten
Fertigungs-Know-hows in einer Datenbank kann diese
auch für das Wissensmanagement in der NC-Bearbei-
tung des Versuchsteileservices genutzt werden. Letzt-
lich ermöglicht uns das Management mit ZOLLER-TMS,
den Fokus voll und ganz auf unsere Kernaufgabe, die
Programmierung und die 5-Achs-Bearbeitung zu legen“,
so Christoph von Hiller.
Ausblick
Im nächsten Schritt soll die Prozesskette bei STIHL
mit einem passenden, flexiblen Fertigungsplanungs-
tool ergänzt werden. Auch eine intensive Nutzung des
TMS-Statistik-Moduls zur Auswertung und Verteilung
der Fertigungsaufträge bzw. Einrichteblätter auf die
Maschinen kann man sich vorstellen. Der Schritt zur
digitalen Prozesskette hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Die ANDREAS STIHL AG & Co. KG
entwickelt, fertigt und vertreibt motor-
betriebene Geräte für die Forst- und
Landwirtschaft, für Garten- und Land-
schaftspflege und für Bauwirtschaft.
Seit 1971 ist STIHL die meistverkaufte
Motorsägenmarke der Welt. Die Firma
wurde 1926 von Andreas Stihl gegründet,
der die erste Ein-Mann-Motorsäge ent-
wickelte. Das in über 160 Ländern tätige
Unternehmen hat seinen Hauptsitz in
Waiblingen bei Stuttgart. Als unabhän-
giges Familienunternehmen setzt STIHL
auf langfristige Orientierung und die
Konzentration auf die Kernkompetenzen
Entwicklung, Fertigung und Vertrieb
von Motorsägen und Motorgeräten. Die
Produkte werden grundsätzlich über den
servicegebenden Fachhandel vertrieben.
www.stihl.deMotorgeräte
DE-71336 Waiblingen
V.l.n.r.: Philipp Mahr, (Teamleiter Anwendungs-
technik Toolmanagement, ZOLLER), Patrick
Pfeffer (Projektleiter Einführung Toolmanage-
ment, STIHL), Christoph von Hiller (Gruppen-
leiter im Prototypenbau, STIHL), Otto Lutsch
(Teamleiter Baden-Württemberg, ZOLLER).
ST I HL
Z.magazin 2017
47




