Previous Page  43 / 72 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 43 / 72 Next Page
Page Background

Mit der Erneuerung des Fräsmaschinenparks bei STIHL

nahm die Zahl der Einzelkomponenten und der zusam-

mengebauten Werkzeuge stark zu. Daraus resultierte die

Herausforderung, einen zentralen Überblick über alle am

Fräsprozess beteiligten Komponenten und Daten zu be-

halten. Hier bot ZOLLER als etablierter Hersteller von Ein-

stellgeräten mit seiner Toolmanagement-Software von

Anfang an die „digitale Aussicht“ und eine ausbaufähige

Lösung an. Heute ist im Versuchsteileservice bei STIHL

das zentrale Werkzeugdaten-Management Realität, und

die digitale Prozesskette beim Werkzeug-Handling ge-

schlossen – ein Weg, der sich gelohnt hat.

Entwicklungsorientierte Prozesskette –

hohe Fertigungsflexibilität

Das Bauteilespektrum im STIHL-Versuchsteileservice

ist sehr vielfältig und umfasst nahezu alle Bauteile, die

später das fertige Produkt ausmachen. So werden neben

sämtlichen Rapid-Prototyping-Technologien auch form-

gebende und zerspanende Prozesse zur schnellen und

effizienten Versorgung der Entwicklung mit Prototypen

eingesetzt. Diese Randbedingungen erfordern in der

internen NC-Bearbeitung kurze Durchlauf- und Reak­

tionszeiten, große Werkstoffvielfalt und stark variierende

Stückzahlen zwischen 1 und 100. Dementsprechend ist

die gesamte Prozesskette durch die hohe Mitarbeiter-

und Maschinenflexibilität darauf ausgerichtet, schnell

einzelne Prototypen in hoher Qualität zu fertigen.

Der Ausgangspunkt: Erneuerung des Maschinenparks

rückt Toolmanagement in den Fokus

Die Erneuerung des Fräsmaschinenparks im Versuchs­

teileservice bei STIHL von 3-  auf 5-Achs-Simultan­

bearbeitung ermöglichte eine erhebliche Steigerung

in der Bearbeitungseffizienz und eine signifikante Aus-

weitung des Bauteilportfolios. Damit verbunden war

die Erweiterung der Bearbeitungswerkzeuge, denn

plötzlich standen an den Maschinen 30 bis 60 Magazin-

plätze zur Verfügung, wodurch das Toolmanagement in

den Fokus rückte. „Bei den 3-Achs-Maschinen war die

Werkzeugvielfalt noch überschaubar, und die Bediener

konnten schnell untereinander erfragen, bei wem

sich welches Werkzeug befindet. Mit den neuen

Maschinenkapazitäten und der stärkeren Fokussierung

auf die CAM-Programmierung mussten die Werkzeu-

ge klar definiert, digital erfasst und lokal eindeutig

zugewiesen werden“, beschreibt Patrick Pfeffer, STIHL

Projektleiter bei der Einführung des Toolmanagement-

Systems, die Ausgangslage.

Im Mittelpunkt: digitale Vernetzbarkeit

Mit der anschließenden Investition in ein Einstell-

und Messgerät von ZOLLER stand die Fragestellung

nach der Integration und der Ausbaufähigkeit des

Sytems im Mittelpunkt: Wie können Messgerät und

Software optimal in die bestehende NC-Fertigung bei

STIHL eingebunden werden, welche Schnittstellen zu

Maschinen, CAM- oder Simulationssystemen sind

erforderlich? „Hier hat ZOLLER für unsere Werkstatt­

umgebung im Vergleich einfach am besten abge-

schnitten und durch flexibles Software-Customizing

überzeugt“, so Christoph von Hiller, Gruppenleiter

im Prototypenbau bei STIHL. „Mit einer zentralen

Durchgängiger Datentransfer bis an die Maschine.

ST I HL

Z.magazin 2017

43