Mit der Erneuerung des Fräsmaschinenparks bei STIHL
nahm die Zahl der Einzelkomponenten und der zusam-
mengebauten Werkzeuge stark zu. Daraus resultierte die
Herausforderung, einen zentralen Überblick über alle am
Fräsprozess beteiligten Komponenten und Daten zu be-
halten. Hier bot ZOLLER als etablierter Hersteller von Ein-
stellgeräten mit seiner Toolmanagement-Software von
Anfang an die „digitale Aussicht“ und eine ausbaufähige
Lösung an. Heute ist im Versuchsteileservice bei STIHL
das zentrale Werkzeugdaten-Management Realität, und
die digitale Prozesskette beim Werkzeug-Handling ge-
schlossen – ein Weg, der sich gelohnt hat.
Entwicklungsorientierte Prozesskette –
hohe Fertigungsflexibilität
Das Bauteilespektrum im STIHL-Versuchsteileservice
ist sehr vielfältig und umfasst nahezu alle Bauteile, die
später das fertige Produkt ausmachen. So werden neben
sämtlichen Rapid-Prototyping-Technologien auch form-
gebende und zerspanende Prozesse zur schnellen und
effizienten Versorgung der Entwicklung mit Prototypen
eingesetzt. Diese Randbedingungen erfordern in der
internen NC-Bearbeitung kurze Durchlauf- und Reak
tionszeiten, große Werkstoffvielfalt und stark variierende
Stückzahlen zwischen 1 und 100. Dementsprechend ist
die gesamte Prozesskette durch die hohe Mitarbeiter-
und Maschinenflexibilität darauf ausgerichtet, schnell
einzelne Prototypen in hoher Qualität zu fertigen.
Der Ausgangspunkt: Erneuerung des Maschinenparks
rückt Toolmanagement in den Fokus
Die Erneuerung des Fräsmaschinenparks im Versuchs
teileservice bei STIHL von 3- auf 5-Achs-Simultan
bearbeitung ermöglichte eine erhebliche Steigerung
in der Bearbeitungseffizienz und eine signifikante Aus-
weitung des Bauteilportfolios. Damit verbunden war
die Erweiterung der Bearbeitungswerkzeuge, denn
plötzlich standen an den Maschinen 30 bis 60 Magazin-
plätze zur Verfügung, wodurch das Toolmanagement in
den Fokus rückte. „Bei den 3-Achs-Maschinen war die
Werkzeugvielfalt noch überschaubar, und die Bediener
konnten schnell untereinander erfragen, bei wem
sich welches Werkzeug befindet. Mit den neuen
Maschinenkapazitäten und der stärkeren Fokussierung
auf die CAM-Programmierung mussten die Werkzeu-
ge klar definiert, digital erfasst und lokal eindeutig
zugewiesen werden“, beschreibt Patrick Pfeffer, STIHL
Projektleiter bei der Einführung des Toolmanagement-
Systems, die Ausgangslage.
Im Mittelpunkt: digitale Vernetzbarkeit
Mit der anschließenden Investition in ein Einstell-
und Messgerät von ZOLLER stand die Fragestellung
nach der Integration und der Ausbaufähigkeit des
Sytems im Mittelpunkt: Wie können Messgerät und
Software optimal in die bestehende NC-Fertigung bei
STIHL eingebunden werden, welche Schnittstellen zu
Maschinen, CAM- oder Simulationssystemen sind
erforderlich? „Hier hat ZOLLER für unsere Werkstatt
umgebung im Vergleich einfach am besten abge-
schnitten und durch flexibles Software-Customizing
überzeugt“, so Christoph von Hiller, Gruppenleiter
im Prototypenbau bei STIHL. „Mit einer zentralen
Durchgängiger Datentransfer bis an die Maschine.
ST I HL
Z.magazin 2017
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