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Z|magazin 01.2015
Foto: Lufthansa Technik
Modernste Technik
an Bord – und dahinter
In der mechanischen Fertigung im Ge-
schäftsbereich „VIP & Executive Jet
Solutions“ steht neben der Sicherheit
ein äußerst hoher Qualitätsanspruch
im Vordergrund. Die individuellen An
forderungen beinhalten die Produk-
tion qualitativ hochwertiger Kompo
nenten in täglich neuen Geometrien.
Dafür steht ein Werkzeugpool von
rund 2000 unterschiedlichen Kom
plettwerkzeugen zur Verfügung. Die
aufwändigen NC-Programme für diese
komplexen Geometrien werden seit
dem Jahr 2000 mit dem CAM-System
Edgecam programmiert, seit 2009
auch im 5-Achsen Simultanbetrieb.
Damit werden sowohl prismatische
Teile als auch Freiformflächen gefräst.
Mehr und mehr Werkzeugdaten
Im Laufe der Jahre kamen neue An
forderungen hinzu, welche eine im-
mer größere Vielfalt an Werkzeug-
daten mit sich brachten. Verteilt auf
mehrere Datenbanken (zum Beispiel
Edgecam, Maschinensteuerung so-
wie Zoller), entstand eine redundante
Datenhaltung, die zu zunehmender
Ineffizienz führte und mögliche Feh-
lerquellen durch mehrfache manuelle
Dateneingabe beinhaltete.
Sicherheit, Qualität und Flexibilität
Vor diesem Hintergrund und anlässlich
der Anschaffung eines hochmodernen
Maschinenparks wurde auch in High-
Tech Peripherie investiert. Ziel dabei
war nicht nur, die Prozesssicherheit zu
erhöhen, sondern vor allem, maximale
Flexibilität für Marktveränderungen zu
gewährleisten. Bis zu diesem Zeitpunkt
war nur ein manuelles Einstellgerät im
Einsatz gewesen, die Label wurden
ausgedruckt, und die Daten wurden
von Hand in die Maschine eingegeben.
Ausbaufähige Lösungen
Seit 2007 ist das CNC-gesteuerte Ein
stell- und Messgerät »venturion 450«
im Einsatz. „Nach einer Nutzwert
analyse fiel die Wahl auf ZOLLER“, er-
klärt Herr Frank Pieterwas, Planning
Engineer. „Entscheidend für uns waren
die Ausbaufähigkeit sowie die Anbin
dung an die Maschinen.“ Neben der
Perspektive, damit eine systemüber
geordnete Werkzeugdatenbank einzu-
führen, sprachen auch viele Details in
der Anwendung für ZOLLER. „Die gra-
fische Benutzerführung bei der sonst
mühsamen Einstellung von Feinbohr
werkzeugen zum Beispiel, oder dass
ich die Schneide perfekt mit der Lupe
ansehen kann“, so Herr Jan Horn,
CAM-Spezialist der Lufthansa Technik.
Eine führende Werkzeugdatenbank
Das Grundgerät wurde über die Jahre
sukzessiv ausgebaut und Tool Manage
ment Solutions eingeführt. „Wir wollten
die Datenbank von ZOLLER als führen-
des System “, so Jan Horn. „Wenn ein
neues Werkzeug eingerichtet wird, soll
es in der ZOLLER Tool Management-Da-
tenbank angelegt werden, damit auch
der Name stimmt, sowie die Bezeich-
nung und die T-Nummer. So wird es,
einmal angelegt, über den gesamten
Prozess von allen Mitarbeitern einheit-
lich verwendet und durchgängig ge-
funden.“ Bereits 2011 entwickelte die
Firma CAMTECH die Schnittstelle von
Edgecam zu den ZOLLER Tool Manage-
ment Solutions. 2013 verknüpfte man
nun das Edgecam-CAM-System, die
Werkzeugspeicher der CNC-Maschinen
und das ZOLLER Einstell- und Messge-
rät über die ZOLLER Datenbank.
Datendurchgängigkeit gewähr-
leistet Bedienerunabhängigkeit
So wurde Datendurchgängigkeit vom
CAM-System bis zur Maschine sicher-
gestellt. In den TMS Tool Management
Solutions sind alle Daten angelegt und
das CAM-System greift darauf zu. Die
Messvorschriften sind in der Daten-
bank direkt dem Werkzeug hinterlegt
und stehen am Messgerät zur Verfü-
gung. Auf Knopfdruck wird fachgerecht
gemessen und die Werkzeugdaten
werden an die Maschine ausgegeben.
Somit wird die Durchgängigkeit ge-
währleistet und sämtliche Fehlerquel-
len, wie sie durch manuelle Eingabe
entstehen können, entfallen. Mehrfa-
che Datenhaltung wurde damit abge-
schafft.
Programmierung mit realen Daten
Die Werkzeugdaten werden jetzt gemäß
DIN4000 in der ZOLLER TMS-Datenbank
als führende Datenbank eingepflegt
und stehen somit im CAM-System
Edgecam als exakte, reale Hüllkontur
zur Verfügung. Das System program-




