Background Image
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  28 / 52 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 28 / 52 Next Page
Page Background

28

Z|magazin 01.2015

Bis vor kurzem war das Messen von Wälzfräsern aufwendig, langwierig und teuer. Die Experten

von ZOLLER haben für dieses Problem eine Lösung gefunden: »hobCheck« – mit vielen Vorteilen,

sowohl in Bezug auf Wirtschaftlichkeit als auch Einfachheit. Z|magazin hat mit Bernd Schwennig

gesprochen, der die Entwicklung des »hobCheck« bei ZOLLER begleitet hat.

Einfach und schnell: Vermessung von Wälzfräsern

ZOLLER macht’s möglich

Bernd Schwennig, Leiter Technischer Vertrieb bei ZOLLER

Schwenkbarer Optikträger für die verzerrungsfreie

Abbildung von Zahnprofilen.

Herr Schwennig, was war der Auslöser für die

Entwicklung des »hobCheck«?

Vor etwa zwei Jahren ist ein Unternehmen auf uns

zugekommen auf der Suche nach einem Messgerät,

mit dem man Wälzfräser komplett vermessen kann.

Die Maßgabe war, dass sich die Einfachheit der Be-

dienung an der ZOLLER Bildverarbeitung »pilot 3.0«

orientieren soll, damit alle Mitarbeiter das Gerät be-

dienen können. Und genau das haben wir ermöglicht.

Was ist das Problem an herkömmlichen

Messgeräten für Wälzfräser?

Bislang waren dies immer hochkomplexe Mess-

maschinen mit taktilen Sensoren, die nur von Ex-

perten in Messräumen bedient werden konnten und

dazu noch zwischen 270.000–500.000 Euro gekostet

haben.

Aber misst ein »hobCheck« wirklich genauso

präzise wie die teure Maschine im Messraum?

Von der Messung her ist das »hobCheck« genauso

exakt wie herkömmliche taktile Messgeräte. Die Un-

terschiede sind: Ein »hobCheck« kostet bedeutend

weniger – das ist das Eine. Das Andere ist, dass die

Messung wesentlich vereinfacht wird.

Wie funktioniert die Messung beim »hobCheck«?

Die Kombination aus Bildverarbeitungstechnik und

Messtaster sowie sechs CNC gesteuerten Achsen

ermöglicht die μm-genaue Vermessung. Das Ein-

schwenken des Optikträgers auf die Fräsersteigung

liefert verzerrungsfreie Konturen und exakte Ab-

bildungen der Zahnprofile. Mit der Bildverarbeitung

»pilot 3.0« ist die Komplettmessung oder auch das

Nachmessen einzelner Parameter völlig unkompli-

ziert. Dazu kommt, dass die Messergebnisse nach DIN

3968 automatisch protokolliert werden, genauso wie

die Zuordnung der Güteklassen. Das gibt dem Anwen-

der Sicherheit.

Es gibt ja neben dem normalen »hobCheck« noch den

»hobCheck reGrind«. Wo liegt der Unterschied und

warum wurde dieses Gerät entwickelt?

Im Prinzip ist das »hobCheck reGrind« die Lösung für

den Getriebebau. Anders als in der Wälzfräserherstel-

lung rechnet es sich dort nicht, spezielle Geräte für

I NTERV I EW