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Z|magazin 01.2015
Flugzeugtechnik
22335 Hamburg
Am Standort Hamburg sind rund 8.000 Mitar-
beiter für die Wartung, Reparaturen und den
Innenausbau von Flugzeugen tätig.
Die Lufthansa kennt jeder. Nur wenige
wissen, dass am Standort Hamburg rund
8000 Mitarbeiter bei Lufthansa Technik
für die Wartung, Instandhaltung, Über-
holung und Ausstattung von Flugzeugen
tätig sind. Über 1000 Mitarbeiter küm-
mern sich um die Betreuung von VIP-,
Geschäfts- und Regierungsflugzeugen.
Dies hat bei Lufthansa Technik eine über
50-jährige Tradition. Der Geschäfts
bereich „VIP & Executive Jet Solutions“
umfasst die Bereiche Instandhaltung,
Design und Produktion. Als Komplett
anbieter für die technische Überprüfung,
für Kabinenausbau, Umrüstung, Instand
haltung, Überholung und Lackierung
ist es möglich, VIP-Kunden einzigartige
Lösungen für ihre Flugzeuge anzubieten.
Erfolgreiche Zusammenarbeit: Frank Pieterwas
und Jan Horn von Lufthansa Technik mit Julian
Lüdecke von ZOLLER und Ulrich Rienks von Cam-
tech (von links nach rechts).
Zukunftssicher – durch die Kooperation sind
schnelle Reaktionen auf Marktveränderungen
möglich.
CNC-gesteuertes Einstell- und Messgerät
ZOLLER »venturion 450«.
Autorin:
Dr. Karin Steinmetzer
Weitere Informationen:
www.zoller.infomiert mit realen Daten und gibt die Daten
derjenigen Werkzeuge aus, mit denen es
auch simuliert hat. An der Maschine kön-
nen diese dann ebenfalls so zusammenge-
setzt werden, wie simuliert wurde. Gerade
bei komplexen Bearbeitungsverfahren ist es
wichtig, die realen Werkzeugdaten für die
Programmierung zur Verfügung zu haben, um
Crashs zu vermeiden – und es spart enorm
viel Zeit.
Fehlerquote spürbar zurückgegangen
Bereits nach den ersten sechs Monaten seit
der Einführung ist die Fehlerquote spürbar
zurückgegangen und die Mitarbeiter werden
bei der Suche von möglichen Werkzeugen
für die individuellen Kundenwünsche best-
möglich unterstützt. Die Einsparung kann
zwar nicht wie in einer Serienfertigung be-
ziffert werden. „Deutlich ins Gewicht fällt
jedoch die Einsparung der Werkzeugsuche“,
bestätigt Jan Horn, und er ergänzt „ein gro-
ßer Vorteil ist natürlich auch die Flexibilität
der Mitarbeiter beim wechselnden Einsatz an
den NC-Maschinen. „Jeder lädt einfach sein
NC-Programm an der Maschine, die Werkzeu-
ge sind enthalten und tragen eine einheitli-
che Bezeichnung. Jeder findet sich überall
zurecht, es muss allenfalls gelegentlich ein
Werkzeug nachgerüstet werden.“ Und weiter
führt er aus: „Ich benutze einen Werkzeugda-
tensatz und der gilt für alle Maschinen. Wenn
ich in Edgecam ein Programm geschrieben
habe, dann gilt das ebenfalls für alle Maschi-
nen – ich muss nur den Postprozessor
ändern, das NC-Programm senden, und
schon ist der Vorgang abgeschlossen.
Ein großer Pluspunkt bei Edgecam ist
das einfache, nachträgliche Wechseln
von bereits programmierten Teilen auf
andere Maschinen.“
Hohe Prozesssicherheit bei
maximaler Flexibilität
Lufthansa Technik muss oft sehr
schnell auf Marktveränderungen re-
agieren. Eine Reparatur ist nicht vor-
hersehbar, ebenso wenig manch
spezieller Kundenwunsch. Speziell um
den Fremdfertigungsanteil von bis zu
70% zu realisieren, braucht es eine
hohe Flexibilität. „Wir haben mit der
Einführung dieser Systeme eine Zu-
kunftsperspektive geschaffen“ fasst
Herr Pieterwas den Nutzen der Inves
tition zusammen. „Damit können wir
auch aktiv auf den externen Markt
zugehen. Wir sind unabhängig von
unseren eigenen Bauteilen. Weil wir
Systeme wie diejenigen von CAMTECH
und ZOLLER haben, können wir flexibel
reagieren.“ – und die Kunden auch in
Zukunft sicher abheben.
AUS DER PRAX I S




